Naturfotografie & mehr!
 
by Thomas Below-Holzer


Girlitz
Serinus serinus


Der Girlitz gehört zur Familie der Finken und zählt zu den kleineren, farbenfrohen Singvögeln. Sein Gefieder ist überwiegend in zarten Gelb- und Olivtönen gehalten, Ähnlichkeiten  mit Arten wie dem Erlenzeisig (als Wintergast) oder der Goldammer sind unübersehbar. Auffällig ist sein lebhafter, perlender Gesang, der entfernt an das helle Klirren von Glas erinnert und typisch für offene, lichte Landschaften ist.
Ursprünglich stammt der Girlitz aus dem Mittelmeerraum, doch mit dem milder werdenden Klima hat er sich im Verlauf des 19. Jahrhunderts zunehmend weiter nach Norden ausgebreitet. So ist er auch in Deutschland und hin und wieder in Offenbach zu beobachten. Trotz dieser Ausbreitung bleibt der Girlitz bei uns insgesamt eher selten. Geeignete Brutgebiete – bevorzugt offene, strukturreiche Landschaften mit Baumgruppen, Hecken und Feldern – sind im städtischen Raum begrenzt, was es ihm zunehmend schwerer macht, geeignete Reviere zu finden.
In Offenbach kann man den Girlitz ab und an hören oder sehen, beispielsweise am Rumpenheimer Schlosspark oder in größeren Gärten mit lockerer Struktur. Dort bewegt er sich meist unauffällig, oft in Gesellschaft anderer Finken, und sucht in Wiesen oder auf offenen Flächen nach Samen, seinem Hauptnahrungsbestandteil.
Der Girlitz ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Vogelarten auf klimatische Veränderungen reagieren: Sein Vorkommen hat sich im Laufe der Zeit gewandelt und bleibt dennoch von regionalen Besonderheiten und der Verfügbarkeit geeigneter Lebensräume abhängig.






Steckbrief:

  • Größe: ca. 11–12 cm
  • Spannweite: ca. 18–22 cm
  • Gewicht: etwa 11–14 g
  • Beobachtungszeitraum: 
    März bis September
 
 
 
 
E-Mail
Instagram