Naturfotografie & mehr!
 
by Thomas Below-Holzer

Mandarinente
Aix galericulata

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Die Mandarinente ist ursprünglich in Ostasien beheimatet und zählt zu den auffälligsten Entenarten überhaupt. Ihr heutiges Vorkommen in Deutschland geht – ähnlich wie bei anderen gebietsfremden Arten – auf sogenannte Gefangenschaftsflüchtlinge zurück. Wohlhabende Bürger, unter anderem aus dem Raum Frankfurt, hielten Mandarinenten früher als Zier- und Haustiere. Später wurden sie auch gezüchtet, bis einzelne Tiere entkamen und sich selbstständig ansiedelten.
Im Stadtwald fanden die Mandarinenten schließlich ideale Bedingungen: ruhige Gewässer, alte Baumbestände und ausreichend Nahrung. Mit ihrer außergewöhnlichen Farbenpracht und dem eindrucksvollen Balzverhalten – besonders dem markanten, kräftigen Kopfnicken der Männchen – wurden sie schnell zu Lieblingen vieler Spaziergänger.
Auch wenn Mandarinenten gelegentlich an weiteren Gewässern auftauchen, ist ihr Verbreitungsgebiet in Deutschland insgesamt noch recht klein und lokal begrenzt. In der Region lassen sie sich besonders gut am Kesselbruchweiher, am Jacobiweiher an der Oberschweinstiege sowie gelegentlich am Buchhainweiher beobachten.
Besonders spannend ist der jahreszeitliche Wechsel im Erscheinungsbild der Männchen. Nach der Brutzeit mausern sie vom auffälligen Prachtkleid in ein unscheinbares Schlichtkleid. Für etwa zwei Monate im Herbst sind die männlichen Tiere kaum von den Weibchen zu unterscheiden – es wirkt dann fast so, als seien sie verschwunden. Doch bereits im Dezember tragen die Erpel wieder ihr volles, farbenprächtiges Gefieder und sind erneut leicht zu erkennen.
Die Mandarinente ist damit nicht nur ein exotischer Farbtupfer in unseren heimischen Wäldern und Parks, sondern auch ein Beispiel dafür, wie sich nicht heimische Arten unter passenden Bedingungen erfolgreich etablieren können.



Steckbrief:

  • Größe: ca. 41–49 cm
  • Spannweite: ca. 65–75 cm
  • Gewicht: etwa 450–700 g
  • Beobachtungszeitraum:
    ganzjährig


 
 
 
 
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