Teichrohrsänger
Acrocephalus scirpaceus
Der Teichrohrsänger ist ein typischer Singvogel der Schilfgürtel – und auch am Schultheisweiher oder anderen Gewässern mit dichtem Schilf kann man ihn ab April/Mai hören. Sein Gesang ist rhythmisch und etwas rau, oft mehrfach wiederholte Töne, die ihn gut von anderen Arten unterscheiden. Besonders am frühen Morgen und in den ruhigeren Stunden des Tages lässt er seine Stimme über dem Röhricht erklingen.
Wie viele andere Schilfbewohner ist der Teichrohrsänger ein Langstreckenzieher. Trotz seiner geringen Körpergröße legt er jedes Jahr den weiten Weg bis nach Sub-Sahara-Afrika zurück, wo er sein Winterquartier bezieht und den kalten Monaten entgeht. Dieser Zug über mehrere tausend Kilometer erfordert gutes Timing und kräftige Fettreserven, bevor er Ende April wieder in sein Brutgebiet zurückkehrt.
Am Beobachtungsort ist der Teichrohrsänger nicht leicht zu sehen. Er hält sich meist mitten im Schilf verborgen, klettert geschickt zwischen den Halmen oder hüpft von Halm zu Halm, statt offen zu fliegen. Oft verrät sich der kleine, braun gefärbte Vogel nur durch ein leises Rascheln – und bevor man ihn erkennt, ist er wieder im dichten Schilf verschwunden.
Sein Nest baut der Teichrohrsänger kunstvoll zwischen senkrechten Schilfhalmen, meist knapp über dem Wasser. Hier legt er sein Gelege ab und zieht meist 1–2 Bruten pro Saison groß. Er ernährt sich überwiegend von Insekten, Spinnen und kleinen Wirbellosen, die er geschickt zwischen den Pflanzen findet.
Steckbrief:
- Größe: ca. 12,5–14 cm
- Spannweite: ca. 16–21 cm
- Gewicht: ca. 10–16 g
- Beobachtungszeitraum:
April bis Oktober
