Trauerschnäpper
Ficedula hypoleuca
Ich habe oft über ihn was gehört, aber erst spät selbst gesehen.
Als Langstreckenzieher kehrt er im Raum Frankfurt / Offenbach erst relativ spät aus seinen Überwinterungsgebieten in West- und Zentralafrika zurück, meist erst im April oder Mai. Durch seine späte Rückkehr sind geeignete Nester und Nisthöhlen schon belegt, daher nutzt er gerne verlassene Nester anderer Vögel, wie zum Beispiel von Meisen. Sobald diese mit der Brut durch sind, übernimmt er die vorhandene Nisthilfe und baut dort sein eigenes Gelege aus weichen Materialien und feinen Halmen. Das spart Energie und Zeit in der kurzen Brutsaison.
Meine erste Begegnung mit dem Trauerschnäpper hatte ich am Maunzenweiher, ganz in der Nähe der Offenbach/Frankfurter Stadtgrenze. Dort konnte ich ihn, zunächst unauffällig im dichten Baumkronen, schließlich deutlich auf niedrigeren Ästen beobachten. Obwohl der Trauerschnäpper optisch eher schlicht wirkt, lässt er sich doch recht gut an seiner kontrastreichen Hell-Dunkel Zeichnung erkennen.
Bevorzugt hält sich der Trauerschnäpper in lichten Wäldern, Waldrändern und gehölzreichen Parks auf, kommt aber auch gelegentlich auf angrenzende Wiesenflächen, wie zum Beispiel dem Gailenberg. Dort jagt er fliegend oder hüpfend Insekten und Spinnen, die einen Großteil seiner Nahrung ausmachen.
Steckbrief:
- Größe: ca. 11–12,5 cm
- Spannweite: ca. 18–21 cm
- Gewicht: etwa 8–12 g
- Beobachtungszeitraum:
April bis September
